Rahmenbedingungen

Differenziert man Unternehmen, so gibt es unterschiedliche Gründe zur Einführung von softwaregestützten Energiemanagementsystemen.

Einerseits gibt die Politik den Rahmen vor und entlastet große und auch kleinere Unternehmen zum Teil bei entsprechender Zertifizierung oder erfolgtem Audit. Anderseits ist das Verstehen des eigenen Unternehmens über eine Transparenz der Energieströme und verbundenen Kosten die Basis für jegliches Management mit Optimierungszielen. 

Verzichten z.B. größere Unternehmen auf die Einführung eines EnMS nach ISO 50001, so können in der globalisierten Welt aufgrund unterschiedlicher Abgaben rund um den Energiepreis erhebliche Wettbewerbsnachteile entstehen. 

Unternehmen im Dienstleistungssektor sind mit neuen Geschäftsmodellen in der Beratung, Begleitung, Auditierung und Zertifizierung gefordert.

Alle zusammen unterstützt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bei Investitionen rund um Messtechnik und Software.

 

ISO 50001 in Kürze

Bei der 2012 erschienen weltweit gültigen ISO 50001 handelt es sich weniger um Vorgaben zu technischen Einrichtungen rund ums Energiemanagement. Diese Norm definiert Strukturen, Prozesse und Verfahren innerhalb der Organisation nach welchen ein betriebliches EnMS aufgebaut sein sollte. Eine Einführung ist grundsätzlich freiwillig, es gibt keine gesetzliche Zertifizierungspflicht. Zertifizierte Unternehmen werden jedoch zum Teil von EEG Umlage und Stromsteuer befreit.

Im Kern wird in der Organisation ein PDCA-Zyklus (Plan–Do–Check–Act) etabliert, welcher einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess der Energieinfrastruktur und eine signifikante Reduzierung des spezifischen Energieverbrauchs nach sich zieht. In der Planungsphase werden Verantwortungen und die eigentliche Energiepolitik im Unternehmen definiert. Diese Leitlinien werden gestärkt durch direkte Verantwortung des Top-Managements und dem Einsetzen eines Energieteams. Es erfolgt eine Aufnahme des Istzustands.

Im Weiteren werden konkrete Energieeinsparpotentiale erkannt und entsprechende Maßnahmen unter Bereitstellung der nötigen Ressourcen umgesetzt. Die laufenden Auswirkungen werden systematisch überwacht und deren Ergebnis durch das Top-Management bewertet (Management-Review).