Systemstruktur

Übersicht

Die Einführung eines softwarebasierten Energiemanagementsystems war bisher ein nicht immer ganz trivialer Schritt für ein Unternehmen, weil auf kein Standardprodukt zurück gegriffen werden konnte.

e-Gem schließt diese wesentliche Lücke. Zentrale Themen sind hier die Abbildung der Firmenstruktur im Energiemanagement, die Anbindung der meist z.T. bestehenden Zählerinfrastruktur, oder die Definition von Zuständigkeiten.

e-Gem unterstützt die erforderlichen Abläufe zu definieren, deren Inhalte und Ergebnisse zu archivieren und eine verlässliche Grundlage für das Energiemanagement zu schaffen. Als Frontend dient bei e-Gem generell ein beliebiger Webbrowser. Beim Entwickeln des Bedienkonzepts wurde vor allem auf die Benutzerfreundlichkeit geachtet. Der Anwender kann das Customizing seiner Objekte unter kalkulatorischen und energetischen Gesichtspunkten eigenständig übernehmen.

e-Gem bietet die Möglichkeit die individuellen Strukturen und Zuständigkeiten im Energiemanagement detailliert abzubilden. Die Einrichtung des Objektes beinhaltet die Festlegung von Organisationsebenen, Zählpunkten und deren Beziehungen untereinander, physikalischen Zählern, Tarifen und Medien.

e-Gem Systemstruktur


Organisationsbaum

e-Gem ist in der Lage jegliche Objektstruktur ideal abzubilden. Einfache Verwaltungsstrukturen eines Facility Objekts oder komplexe Zusammenhänge innerhalb eines Industrieparks werden genauso unterstützt wie das Grundgerüst eines Energieversorgers, der eigenen Kunden Energiemanagement Dienstleistungen anbietet.

Der Organisationsbaum dient neben der Gliederung des Objektes auch der Vergabe von Benutzerrechten. Viele weitere Module von e-Gem generieren Inhalte auf Basis des selektierten Baumelements.

e-Gem Organisationsbaum


Organisationsebenen, Organisationsknoten

Eine Einteilung in Organisationsebenen dient der übersichtlichen Navigation, es werden den unterschiedlichen Benutzern weitreichende Rechte auf dieser Basis erteilt und nicht zuletzt können Attribute wie Zuständigkeiten, Alarmierungsweg oder kennzahlrelevante Stammdaten den entstehenden Organisationseinheiten zugeordnet werden.

Zentrale e-Gem Elemente wie Dashboards, Monitoring oder Reporting werden immer auf Basis des ausgewählten Organisationsknotens und optional deren darunterliegenden Strukturen initialisiert. Die Unternehmensgliederung ist einem stetigen Wandel unterworfen, diese Objektstrukturen spiegelt e-Gem auch historisch korrekt wieder. Der Zugriffszeitpunkt ist Online, aber auch jederzeit in der Vergangenheit möglich. Entsprechend wird historisch korrekt die ehemalige Firmenstruktur abgebildet.


Medien

Energieflüsse (Stoffverbräuche) in der Objektstruktur werden sinnvollerweise nach Medien unterteilt.

e-Gem unterstützt hier jegliche Art von Medium. Neben Energieträgern wie Strom oder Dampf können auch Größen wie Brunnenwasser oder Schmieröl mit e-Gem verwaltet werden. Einem Medium wird eine physikalische Einheit wie kWh, m3 oder Nm3 zugeteilt. Beim Monitoring oder Reporting kann auf die Segmentierung nach Medien zurückgegriffen werden und somit aussagekräftige Zusammenhänge abgeleitet werden.

Die Liste der Medien wird passend zu Branche oder Aufgabenstellung des Objektes individuell erstellt.


Zählpunkte

Zählpunkte sind zentrales Element in e-Gem. Zählpunkte werden mit physischen Zählern verknüpft, von anderen Zählern abgeleitet oder über freie Rechenvorschriften als virtuelle Zähler im System gepflegt.

Über ein Monitoring können aktuelle Zählerstände oder Verbräuche jederzeit überwacht werden. Die Wertaktualisierungsrate ist dabei von der Kopplungsvariante abhängig und kann je nach Infrastruktur auch in quasi Echtzeit erfolgen. Neben der Wichtigkeit des aktuellen Verbrauchs ist die historische Betrachtung von hohem Stellenwert. Verbrauchsdaten werden pro Zählpunkt mit der notwendigen Abtastrate inkl. Zeitstempel archiviert. Auf diese Archivdaten kann per Trending oder Reporting jederzeit zurückgegriffen werden.

Zählpunkte werden Medien wie z.B. Wirkarbeit oder Schweißgas mit den entsprechenden Einheiten (kWh und Nm3) zugeordnet. Energieverbräuche treten wie die Unternehmensstruktur nicht als „flache Liste“ auf. Es gibt Einspeisezähler, Verteilungszähler, doppelte Einspeisungen, zum Teil gar keine Zähler. Es entsteht ein komplexes Netz mit weitverzweigten Hierarchien. Verbräuche und Energieflüsse werden dieser Struktur entsprechend korrekt zugeteilt.

Weiter steht eine grafische Darstellung inklusive Verbrauchsinformationen – optional gefiltert nach Medium – zur Verfügung.


Zähler

Zähler sind die physischen Geräte, die im Versorgungsnetz an den Stellen montiert sind, an denen eine Energie- oder Stoffmenge erfasst und gezählt wird. Jeder Zählpunkt wird im Idealfall einem Zähler zugeordnet. Damit kann nachvollzogen werden, welcher Menge eines Zählpunkts von welchem physischen Zähler erfasst wurde.

Zähler werden eindeutig mit einer ID im System erfasst. Ein Wechsel wird somit im System dokumentiert und kann dauerhaft nachvollzogen werden.


Tarife

Jedem Zählpunkt können historisiert Tarife zugeordnet werden. e-Gem ermöglicht die Eingabe von komplexen Tarifen mit unterschiedlichen Preiskomponenten. Grundpreis, Leistungspreis und HT/NT Unterstützung erlauben die exakte Abbildung der Kosten auf Basis der Verbrauchsdaten.

Kostenberichte können zu jeder Zeit vom Anwender aufgerufen und auch automatisiert je nach Abrechnungsintervall versendet werden. Damit sensible Tarifinformationen nicht in die falschen Hände gelangen, können auf jeden einzelnen Tarif benutzerspezifische Rechte vergeben werden.


Kostenstellen

e-Gem bietet Kostenstellenunterstützung. Zählpunkte werden unabhängig ihres zugewiesenen Organisationsknotens einer Liste von Kostenstellen zugeteilt. Auf Basis dieser können wiederum vollständige Kostenstellenberichte vollautomatisiert einem ERP System zum Import oder zumindest per Email der kaufmännischen Abteilung zugesendet werden.

Die Kostenstellenverteilung innerhalb des Organisationsbaums wird zudem in einer anschaulichen Grafik dargestellt.