Software-Nachhaltigkeit durch offene, genormte Schnittstellen

Projekt: Kitzingen Kläranlage
Endkunde: Stadt Kitzingen, Jürgen Orth, 09321-34378
Systemintegrator: Elektro Hofmockel, Karl Weber, 09876-9790-17
Produkte:
 Prozessleitsystem, Fernwirktechnik
Branche:
Abwasser

  

Die Kläranlage der Stadt Kitzingen ist mit einer Ausbaugröße von 85.000 Einwohnern die mit Abstand größte im Landkreis.

Die Abwasseraufbereitung erfolgt durch eine der Belebungsanlage angeschlossene weitergehende Reinigung mit anaerober Schlammbehandlung. Im Einzugsgebiet befinden sich 22 Regenüberlaufbecken, 10 Pumpstationen und 6 Messstationen. Die Anlage wurde 1980 errichtet und in den Jahren 1990 sowie 1999 erweitert. Aktuell findet die Sanierung sämtlicher Anlagenteile statt. 

Die Fernwirk- und Prozessleittechnik wurde in 2011 komplett erneuert. „Bei der Auswahl des neuen Systems war uns vor allem eine offene und moderne Technik mit Fokus auf industrielle Standardschnittstellen wichtig“, so Jürgen Orth, der Leiter der Kläranlage der Stadt Kitzingen. Nicht nochmal wollte man sich durch proprietäre Hard- oder Software in Abhängigkeit eines Herstellers begeben. Weiterhin sollte die Prozessbildererstellung von den eigenen Mitarbeitern übernommen werden. Voraussetzung war eine Entwicklungsumgebung, welche komplett ohne Programmierkenntnisse genutzt werden kann. Nach einer ausgiebigen Marktanalyse fiel dann die Wahl auf die Fernwirk- und Prozessleittechnik von FlowChief.

Die Firma Hofmockel aus Rohr bei Nürnberg – Systemintegrator für FlowChief Produkte - wurde mit Installation und Implementierung des Systems beauftragt. Parallel wurden die Angestellten der Kläranlage auf Anwendung und Prozessbilderstellung intensiv direkt bei der Firma FlowChief geschult. So wurde mittlerweile die komplette Anlage durch die eigenen Mitarbeiter visualisiert. Trotzdem ist das Thema damit für Herrn Orth nicht abgeschlossen: „Die jährlichen Softwareupdates bringen jede Menge Innovation in das System“ so Orth, der zudem regelmäßig an Update Schulungen der Firma FlowChief teilnimmt.

Facts FlowChief:

  • Prozessleittechnik 10.000 Prozessvariablen ausgeführt als Hot-Standby Redundanz
  • 30 Fernwirkstationen über GPRS(Hersteller Siemens S7-300)
  • Onlinekopplung (Hersteller Siemens S7-300 und S7-1500)
  • Engineering durch Endkunde – ca. 100 Prozessbilder
  • Betriebstagebuch nach DWA (automatische Datenübernahme aus FlowChief)
  • Webbasierte Berichte für Entlastungsbauwerke (RÜB) zur Vorlage beim Wasserwirtschaftsamt
  • Instandhaltungsmanagement

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