2G-Abschaltung: Läuft Ihre Anlage 2028 noch?

Nach über 30 Jahren steht die endgültige Stilllegung der 2G-Netze (GSM/GPRS) bevor. Die Mobilfunkprovider räumen die genutzten Frequenzen konsequent frei, um dringend benötigte Kapazitäten für die modernen Standards 4G/LTE und 5G zu schaffen. Was technologisch ein Fortschritt ist, bedeutet für bestehende Anlagen eine kritische Frist.

Vermeiden Sie den Blindflug

Sicher in die Zukunft: Ersetzen Sie 2G-Technik durch moderne, NIS2-konforme Fernwirklösungen.

Jetzt 2G-Check starten

Was passiert wann?

„GPRS war der Wegbereiter für die moderne M2M- und IoT-Kommunikation. Erstmals konnten Anlagen, Stationen und Bauwerke dauerhaft online mit einer zentralen Leittechnik vernetzt werden. Diese Fernwirk-Lösungen laufen seit Jahren stabil und zuverlässig.

Viele Betreiber wiegen sich in falscher Sicherheit. Doch Vorsicht:

  • Der Unterschied zu 3G: Bei der Abschaltung des 3G-Netzes konnten viele Geräte noch auf das (langsamere) 2G-Netz ausweichen.
  • Die Sackgasse: Mit der 2G-Abschaltung fällt dieser letzte „Rettungsanker“ weg. Es gibt keine tiefere Netz-Ebene mehr, auf die ein altes Modem zurückgreifen könnte.

Beim 2G-Aus gibt es, anders bei als der 3G-Abschaltung, keinen Rettungsanker.

Fazit: Ohne eine rechtzeitige Umstellung auf 4G- oder 5G-Komponenten sind dauerhafte Sendeausfälle vorprogrammiert.

Kurze Einordnung: Zeitpunkte der Abschaltung
Die Zeitpläne variieren je nach Provider und Region. Während einige Betreiber bereits konkrete Stichtage nennen, halten sich andere noch bedeckt. Klar ist jedoch: Die Planung für den Rückbau läuft flächendeckend.


Telekom

Vodafone

Telefónica (O2)

Abschaltung bestätigt

Abschaltung bestätigt

Abschaltung in Klärung

Ende Juni 2028

September 2028

Kein Enddatum kommuniziert

 

Der aktuelle Stand der jeweiligen Netzbetreiber* ist auf der Website der Bundesnetzagentur einsehbar.

* 1&1 nutzt für 2G, 3G, 4G sowie 5G SA ausschließlich Roaming. Der Aufbau eines eigenen 5G-NSA-Netzes läuft seit Dezember 2023.

Bin ich von der Abschaltung betroffen?

Der Mobilfunk bildet das Rückgrat der Fernwirktechnik zu Ihren Außenstationen. Fällt das 2G-Netz weg, droht der „Blindflug“. Auch die SMS-Alarmierung der Leittechnik basierte lange Zeit auf 2G (GSM) und sollte geprüft werden.

Machen Sie den Schnell-Check:

Bereich Ihre Situation / Ausstattung Risiko & „Hidden Facts“
Konnektivität 🔴 Wir nutzen 2G oder 3G AKUT: Die Verbindung wird ersatzlos abgeschaltet. Handlungsbedarf besteht sofort.
⚠️ Wir nutzen bereits 4G (LTE) PRÜFUNG NÖTIG: Sind auch die SIM-Karten 4G-fähig? Alte SIMs blockieren oft moderne Hardware.
🔴 Wir nutzen einen SMS-Störmelder als Fernwirktechnik AKUT: Ihre Störmelder nutzen GSM (2G). Dieses Netz wird abgeschaltet.
❓ Unbekannt HOCH: Blindflug-Gefahr. Ohne Inventur ist ein Ausfall unvorhersehbar.
Hardware 🔴 Modems AKUT: Klassische Modems sind meist rein 2G/3G-basiert. Upgrade auf moderne Router zwingend.
⚠️ Router, Datenlogger PRÜFUNG NÖTIG: Unterstützt das Modul 4G? Ist der Funkstandard zukunftssicher eingestellt?
Alarmierung 🔴 Per SMS AKUT: SMS-Versand über 2G/3G entfällt.
Keine Alarme mehr bei Hochwasser oder Ausfall.
Prüfen, ob SMS-Alarmierung bereits auf 4G basiert.
Sicherheit 🔴 Kritische Infrastruktur (KRITIS) AKUT: Unter NIS2 ein Compliance- und Audit-Risiko.
2G-Technik erfüllt nicht den Stand der Technik.
Skalierung ⚠️ Mehrere Stationen PLANUNG: Je mehr Stationen, desto länger der Vorlauf für Budget und Techniker.
Jetzt Kapazitäten sichern.

Warum jetzt handeln?

 

Kommunikationsabbruch

Ihre Fernwirktechnik verliert die Lebensader. Ohne Verbindung gibt es keine Daten, keine Steuerung und keine Transparenz.

 

Stille Alarmierung

Wenn das Modem kein Netz hat, bleibt der Alarm stumm. Pumpenausfälle oder Leckagen werden zu spät bemerkt.

 

Compliance-Falle

NIS2 fordert moderne Security-Standards. 2G-Altgeräte sind technisch nicht in der Lage, aktuelle Verschlüsselungs-Anforderungen zu erfüllen.

 

Ersatzteil-Stopp

Legacy-Komponenten haben ihr End-of-Life erreicht. Im Fehlerfall gibt es keinen Ersatz mehr – ein Risiko für die Anlagenverfügbarkeit.

In 3 Schritten zur sicheren Migration

Ziel: Volle Transparenz über Ihre 2G-Abhängigkeiten und deren Kritikalität.

Asset-Inventur: Detaillierte Erfassung je Station (SPS-Typ, Gateway, aktueller Funkstandard, Protokolle).

Schwachstellen-Analyse: Identifikation von „versteckten“ Abhängigkeiten (z.B. serielle Schnittstellen oder rein GSM-basierte SMS-Geber).

Priorisierung: Bewertung nach Ausfallrisiko und Bedeutung für den Gesamtbetrieb.

Ergebnis: Ein lückenloses Inventar und ein klarer Handlungsrahmen.

Ziel: Ein belastbares, zukunftssicheres Konzept für Technik und Security.

Technologie-Design: Auswahl des optimalen Standards (4G, 5G, LTE-M, Übertragungsprotokoll) passend zum Use Case.

Security-Baseline: Integration moderner Sicherheitsfeatures (z.B. VPN/IPsec-Tunnel, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Netzwerk-Segmentierung).

Rollout-Plan: Festlegung von Meilensteinen, Zeitplänen und Budgetrahmen (auch als Basis für Ausschreibungen).

Ergebnis: Ein fertiges Umsetzungskonzept inklusive belastbarem Angebot.

Ziel: Reibungslose Umrüstung und Übergabe in den stabilen Dauerbetrieb.

Hardware-Upgrade: Fachgerechter Austausch von Modems, Routern und Datenloggern vor Ort.

System-Anpassung: Konfiguration von IP-Routen, Ports und OT-Security-Parametern in der Zentrale und SPS.

Qualitätssicherung: Funktionstests, Dokumentation der neuen Infrastruktur und Übergabe an das Betriebspersonal.

Ergebnis: Zukunftssichere Stationen, aktuelle Dokumentation und ein stabiler Betrieb.

Wer ist Ihr zuständiger Ansprechpartner?

Ebene / Baustein Was wird benötigt? (Voraussetzungen) Partner & Ansprechpartner Ihre Verantwortung
 Signal & Netz 4G/5G Netzabdeckung
Stabiles Signal am Standort (ggf. Antennentechnik prüfen)
Netzbetreiber
(Telekom, Vodafone, Telefónica)
Verfügbarkeit prüfen
(Zeitpunkt der 2G/3G Abschaltung beachten)
 Zugang Aktuelle SIM-Karte & Tarif
LTE-fähige SIM-Karten und passende M2M-Datentarife
Provider
(z.B. Telekom, Vodafone, IoT-Reseller)
Kartenbestand und Verträge prüfen
Ggf. Austausch veranlassen
 Hardware und Fernwirktechnologie 4G-fähige Fernwirktechnik
Modems, Router, Datenlogger oder Fernwirkstationen mit 4G-Modulen
Systemintegratoren / Planer / FlowChief Inventur durchführen
Veraltete Bauwerke als Grundlage für Modernisierung identifizieren
 Zentrale FlowChief Prozessleitsystem
Aktuelle Versionen
Systemintegratoren / FlowChief Update durchführen
Softwareseitige Anpassung an neue Hardware sicherstellen

FAQ

Fragen zum 2G-Aus?

Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, wo bei Ihnen Handlungsbedarf besteht. Schreiben Sie uns einfach – wir geben Ihnen schnell eine klare Einschätzung und zeigen den nächsten Schritt auf.

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