
Projekt: Verbandsgemeinde Alzey-Land
Endkunde: Verbandsgemeinde Alzey-Land
Produkte: e-Gem Energiedatenmanagement
Branche: Kummunales Energiemanagement
Technologie Partner: Ingenieurbüro H.Lertes GmbH & Co. KG
Die Verbandsgemeinde Alzey-Land zeigt, wie effizientes Energiemanagement in der Praxis funktioniert: Mit einem zentralen System, das alle Energieverbräuche bündelt, visualisiert und direkt nutzbar macht. Verantwortliche können schnell Trends erkennen, Einsparpotenziale ableiten und Fördermaßnahmen gezielt planen.
Ein zentrales Dashboard bietet einen übersichtlichen Gesamtüberblick über Strom-, Erdgas- und Wasserverbräuche aller kommunalen Liegenschaften. Gleichzeitig dient es als zentrale Navigationsoberfläche, über die die Dashboards der einzelnen Liegenschaften direkt aufgerufen werden können.

Abbildung 1: Gesamtübersicht der Strom-, Erdgas- und Wasserverbräuche über alle Liegenschaften der Kommune
Seit dem Projektstart am 4. Juli 2024 werden inzwischen 100 Zähler überwacht. Darunter Strom-, Wasser-, Wärme- und Gaszähler, erfasst über LoRaWAN-Gateways und Handwerteingaben. Die Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Lertes GmbH & Co. KG, das das LoRaWAN-Netz und die Messtechnik lieferte sowie beim Aufbau und der Inbetriebnahme der Energiemesstechnik unterstützte.
Mit FlowChief haben wir all unsere relevanten Energiemessdaten an einem Ort gebündelt. Unser Aufwand für manuelle Ablesungen wurde minimiert und wir sparen uns wertvolle Arbeitszeit. Wir können uns stärker auf die Überwachung der wichtigen Aspekte des Energiemanagements und entsprechende Maßnahmen zur Optimierung fokussieren.
Karl Christian Kopf
Verbandsgemeinde Alzey-Land
Ein weiteres Highlight: Bestehende Verbrauchsdaten der vergangenen Jahre lassen sich problemlos importieren, sodass die historische Basis für Vergleiche und Trendanalysen sofort zur Verfügung steht.
Über einen zentralen Systembereich kontrollieren die Verantwortlichen der Verbandsgemeinde Alzey-Land ihr gesamtes Energiemanagement. Von hier aus erfolgt das laufende Monitoring aller relevanten Energiedaten ebenso wie die Navigation zwischen Datenerfassung, Energiedatenmanagement und fundierten Auswertungen der einzelnen Liegenschaften.
Gleichzeitig dient dieser Bereich als Arbeitsgrundlage für das Engineering. Strukturen, Messkonzepte, Auswertungen und Berichte lassen sich hier aufbauen. Auf diese Weise erfolgt die Datenerfassung, Validierung, und das Energiedatenmanagement in einem System. Dadurch wird nicht nur eine schnelle Auswertung ermöglicht, sondern auch eine effiziente Arbeitsweise in der täglichen Anwendung.

Abbildung 2: Karl Christian Kopf, Energiemanager der Verbandsgemeinde Alzey-Land, arbeitet mit FlowChief
Für jede Liegenschaft wurde ein separates Dashboard erstellt, das die jeweils relevanten Messwerte auf einen Blick darstellt, welche nur den zuständigen Mitarbeitern zur Verfügung stehen. Damit sehen Verantwortliche sofort, wo Handlungsbedarf besteht – vom Rathaus bis zu Schulen, Sportstätten oder Feuerwehren.
Ein integrierter Dreijahresvergleich ermöglicht die Bewertung der Verbrauchsentwicklung über die Zeit. Dabei können spezifische Zeiträume ausgewählt und mit den Vorjahreswerten verglichen werden, um Trends, Abweichungen und Einsparpotenziale klar zu erkennen.

Abbildung 3: Beispiel-Dashboard des Rathauses in Alzey mit Verbrauchsauswertungen im Dreijahresvergleich
Die Verbandsgemeinde Alzey-Land erstellt ihre Berichte direkt im System und nutzt diese aktiv für das tägliche Energiemanagement. Standardisierte Auswertungen bilden dabei die Basis, werden jedoch um projekt- und anforderungsspezifische, individuell erstellte Berichte erweitert. So werden Daten nicht nur erfasst, sondern aktiv nutzbar – zum Beispiel für interne Analysen, die Nachverfolgung von Maßnahmen oder die Beantragung von Fördermitteln.

Abbildung 4: Beispielbericht zur Auswertung der Verbräuche verschiedener Medien nach Bilanzierungsebenen
Die Datenerfassung und Auswertung basieren auf einer klar strukturierten, gleichzeitig jedoch sehr flexiblen Organisationsstruktur. Es werden Stammdaten, Liegenschaften und Bilanzierungsebenen übersichtlich abgebildet. Jede Liegenschaft wird als eigene Ebene geführt, sodass Daten gezielt analysiert und miteinander verglichen werden können. Diese Struktur ist nicht starr, sondern lässt sich flexibel auf unterschiedliche Projekte, Anforderungen und kommunale Gegebenheiten übertragen.

Abbildung 5: Datenstruktur der Gemeinde, spezifisch des Rathauses mit Kurvendarstellung daneben