EU-Kommunal­abwasser­richtlinie

EU-Kommunal­abwasser­richtlinie

KARL kann kommen

Was ist KARL und warum ist sie relevant?

Die EU-Kommunalabwasserrichtlinie (EU 2024/3019), kurz KARL, ersetzt die Richtlinie 91/271/EWG und definiert den Stand der Technik für Abwasserreinigung, Ressourcenmanagement und Energieeffizienz in Europa neu.

KARL verlangt systematische Digitalisierung von Betriebsdaten, Anpassungen an hydrologische Bedingungen, strengere Umwelt- und Energievorgaben sowie umfassendes Monitoring von Reinigungsleistung, Emissionen und Krankheitserregern.

Meilensteine der Richtlinie

  • Veröffentlichung: 12. Dezember 2024
  • EU-weites Inkrafttreten: 01. Januar 2025
  • Nationale Umsetzung: bis 31. Juli 2027
Mehr zu FlowChief-Modulen für Energie & Abwasser

Kernanforderungen der KARL und FlowChief-Lösungen

Transparente Information der Öffentlichkeit

Öffentliche Darstellung von Reinigungsleistung, Energieverbrauch, CO₂-Emissionen und Kosten ist Pflicht.

FlowChief-Lösungen

  • Schnittstellen für Online-Portale
  • Export für jährlich aktualisierte Informationsseiten
  • Dashboarding für Energie, CO₂, Reinigungsleistung & Kosten

Warum FlowChief die perfekte Plattform für KARL ist

FlowChief bündelt alle Anforderungen der EU 2024/3019 in einer herstelleroffenen, zentralen Plattform:

  • Einheitliche Datenerfassung aller Systeme
  • Automatisierte Analyse großer Datenmengen
  • Flexibles Monitoring & Reporting
  • IT-Sicherheit nach aktuellen Standards
  • Vollständige Abdeckung aller KARL-Parameter für eine zukunftssichere Abwasserwirtschaft

Vierte Reinigungsstufe & Mikroschadstoffe

KARL verpflichtet große Kläranlagen (>150.000 EW) zur vierten Reinigungsstufe. Auch kleinere Anlagen (>10.000 EW) in Risikogebieten müssen nachrüsten. Hersteller aus Pharma und Kosmetik sollen über ein Umlageverfahren an den Kosten beteiligt werden. Das konkrete Verfahren zur Ausgestaltung dieses Umlagesystems ist derzeit noch in Entwicklung.

FlowChief-Lösungen

  • Messtechnik direkt ins Prozessleitsystem einbinden
  • Frühzeitige Trendanalyse für Reinigungsleistung
  • Automatisiertes Reporting ohne Systembrüche

Stickstoff- und Phosphor-Elimination (N&P)

Strengere Grenzwerte für Stickstoff und Phosphor schützen die Gewässer. Phosphor ist eine endliche Ressource – KARL bestätigt die Vorgaben der deutschen Klärschlammverordung von 2017 und macht die Phsosphor-Rückgewinnung europaweit zur Pflicht.

FlowChief-Lösungen

  • Automatische Warnungen bei kritischen Entwicklungen
  • Flexible Dashboards für alle relevanten Parameter
  • Monats- und Jahresberichte direkt für Behörden

Abwassermanagement bei Extremwetter

Dürren, Starkregen und daraus resultierende Belastungen des Kanalnetzes erfordern frühzeitige Planung und Monitoring.

FlowChief-Lösungen

  • Vollständige Erfassung und Reporting aller Überlaufereignisse
  • Dashboards inklusive Alarmierung bei Grenzwertverletzungen
  • Trendanalysen und Prognosen für strategische Kanalnetzbewirtschaftung

Monitoring von Krankheitserregern & antimikrobiellen Resistenzen

Monitoring von Viren und Krankheitserregern wird Pflicht.

FlowChief-Lösungen

  • Import & Verwaltung von Labordaten
  • Zeitliche Verlaufsauswertung und Korrelation mit Betriebsdaten
  • Automatische Bereitstellung für Behörden

Energieneutralität & Energieaudits

KARL schreibt Energieaudits und Ausbau erneuerbarer Energie vor.

FlowChief e-Gem Modul

  • Vollständiges Energiedatenmonitoring (ISO 50001, DIN 16247)
  • Zentrale Auswertung von Erzeugern & Verbrauchern
  • Automatische KPI-Berechnung, SEU-Analysen, Maßnahmenmonitoring
  • Audit-Berichte direkt aus der Plattform

Methan- und CO₂-Überwachung

Neben Energieverbrauch und Energieeffizienz, müssen auch weitere klimarelevante Emissionen, wie Methan- und Lachgas erfasst werden.

FlowChief-Lösungen

  • Zentrale Erfassung von Mess- und Modellwerten
  • Integration in Klimabilanz nach Greenhouse Gas Protocol
  • Kombination mit Energieverbrauchsdaten für vollständige Bilanz

Jetzt live testen

„KARL Compliance Dashboard“

Setzen Sie die EU-Kommunalabwasserrichtlinie effizient und digital um. Kontrollieren Sie Reinigungsleistung, Energieverbrauch, Emissionen und Überläufe zentral. Automatisierte Berichte und Dashboards sichern Ihren Betrieb und schaffen volle Transparenz.

Sicherer Betrieb für Infrastruktur & Industrie

Sicherer Betrieb für Infrastruktur & Industrie

NIS2 und KRITIS technisch beherrschen

Sicherheit für kritische Systeme

NIS2 technisch sicher umsetzen

Ob Wasserversorger oder Stadtwerke: Wenn aktuelle Regulatorien den „Stand der Technik“ neu definieren, brauchen Sie eine smarte Lösung. Mit FlowChief erhalten Sie die Plattform, die Komplexität spürbar reduziert und Ihre Konformität mit NIS2 und CRA garantiert.

Ihre FlowChief Vorteile zur NIS2 und KRITIS Umsetzung auf einen Blick:

  • Zertifizierte Sicherheit: Informations-Sicherheits-Managementsystem (ISMS) nach ISO 27001 für Entwicklung und Prozesse.
  • Web-Architektur: Browser-Client mit durchgehender TLS-Verschlüsselung – konzipiert für sichere Netzübergänge & Monitoring.
  • Segmentierung: Unterstützung etablierter Zonenkonzepte für IT und OT (vertikal und horizontal).
  • Security Quick Check: Ihr auditfähiger Ist-Stand der Leittechnik als Bewertungsgrundlage.
Security Quick Check anfragen
Zertifizierung nach ISO 27001

Das regulatorische Umfeld für Ihre NIS2 und KRITIS Umsetzung

Das „Resilienz-Trio“

Die gesetzlichen Anforderungen an Betreiber kritischer Infrastrukturen wurden grundlegend verschärft. Die Trennung von IT-Sicherheit und Anlagensicherheit ist nicht mehr zeitgemäß – Sicherheit erfordert einen ganzheitlichen Ansatz auf System- und Komponentenebene.

NIS2 (§ 30 BSIG – Digitaler Schutz)

Das Fundament der Cyber-Sicherheit. Fokus liegt auf der digitalen Absicherung der IT/OT-Infrastruktur, Risikomanagement und verpflichtenden Meldeprozessen bei Vorfällen

KRITIS-DachG (Physische Resilienz)

Fokus auf physische und operationelle Sicherheit. Ziel ist der All-Hazards-Schutz (z. B. vor Sabotage oder extremen Wetterereignissen) zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit

CRA (Cyber Resilience Act – Produktsicherheit)

Reguliert die Herstellerseite. Fordert „Security by Design“ und garantierte, transparente Update-Zyklen für vernetzte Hard- und Software über die gesamte Lebensdaue

Die organisatorischen Pflichten managen Sie. Die technischen Funktionen liefern wir.

Netzwerk-Segmentierung

FlowChief unterstützt die strikte Trennung von IT- und OT-Netzen. Unsere Web-Architektur ist für den sicheren Betrieb über Firewalls und DMZ-Konzepte ausgelegt.

Identitäts- & Zugriffsmanagement

Standardmäßige Integration von Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und Active Directory (AD/LDAP) sowie nahtlose Anbindung an zentrale IAM-Systeme als OAuth 2.0 / OIDC-Client. Feingranularität: Rechtevergabe bis auf Datenpunktebene (Lesen/Schreiben/Konfiguration).

 

Protokollierung & System-Monitoring

Auditfähige Speicherung von Zugriffen, Befehlen, und System-/Konfigurationsänderungen. Über standardisierte Schnittstellen (z.B. Syslog) lässt sich FlowChief in zentrale SIEM-Systeme integrieren.

 

Ausfallsicherheit (Business Continuity)

Wir verbinden Cyber- mit Anlagenschutz. Konzepte zur Notbedienung, Datenpufferung und redundante Server-Architekturen sichern die Betriebskontinuität bei Netzwerkunterbrechungen.

Vorbereitet auf den Cyber Resilience Act (CRA)

Der CRA wird die Anforderungen an Automatisierungssoftware ab Dezember 2027 rechtlich bindend definieren. Die FlowChief-Entwicklung ist bereits heute konsequent auf diese zukünftigen Standards ausgerichtet, um den legalen und updatefähigen Betrieb Ihrer Anlagen langfristig zu sichern.

IEC 62443 Vorbereitung

Zur Gewährleistung maximaler Produktsicherheit befinden wir uns intensiv im Vorbereitungsprozess für die Zertifizierung nach IEC 62443-4. Wir richten uns technisch konsequent an der IEC 62443-4-2 und liefern die entsprechende Dokumentation. Wir richten somit unsere Lösungen konsequent auf Security by Design und Security by Default aus.

Software-Transparenz

Wir setzen die kommenden CRA-Pflichten proaktiv um. Dies erreichen wir unter anderem durch die Bereitstellung von Software Bill of Materials (SBOM), etablierte Vulnerability-Handling-Prozesse inklusive Sicherheitsmeldungen sowie klar definierte Produktlebenszyklen für garantierte Security-Updates.

Sie benötigen Planungssicherheit für kommende Projekte?
In unseren detaillierten Mapping-Folien zeigen wir Ihnen nicht nur die technische Umsetzung des § 30 BSIG, sondern legen auch unsere konkreten Meilensteine zur CRA Konformität transparent dar.

Roadmap & Mapping-Folien anfragen

Eine Technologie. Passend für Ihre Rolle im Projekt.

Für Anlagenbetreiber & Werkleiter

Nachweispflichten technisch erfüllen. Die Regulatorik erhöht den Druck auf Betreiber von kritischen Infrastrukturen. FlowChief bietet Ihnen eine technologische Basis, die den geforderten „Stand der Technik“ abbildet, Audits nach etablierten Standards (z.B. B3S, ISO 27001) unterstützt und die Anlagenverfügbarkeit ohne ineffizientes Over-Engineering sicherstellt.

Für Systemintegratoren, Hersteller & Planer

Rechtssichere Planungsgrundlage. Vermeiden Sie Gewährleistungsrisiken bei Ihren Anlagen. Wir liefern Ihnen die erforderlichen Security-Features (MFA, TLS, Redundanzkonzepte) im Standard. So planen Sie zukunftssicher und erfüllen die Compliance-Anforderungen der IT-Abteilungen Ihrer Endkunden von Anfang an.

Nächste Schritte: Status quo bewerten und Maßnahmen planen

Nutzen Sie unsere Expertise, um Ihre bestehende Leittechnik auf die kommenden Anforderungen auszurichten.

Eine strukturierte Überprüfung des Ist-Zustands Ihrer Leittechnikinfrastruktur:

  • Analyse von Softwareständen, OS-Sicherheit und Backup-Prozeduren.
  • Prüfung der Netzwerkstruktur, Segmentierung und Firewalls.
  • Bewertung der Fernwirkanbindungen (OT-Kommunikation).

Ihr Ergebnis: Ein detaillierter Prüfbericht als fundierte Entscheidungsgrundlage für technische Upgrades.

Security Quick Check anfragen

Wie baut man zukunftssichere Anlagenstrukturen auf? Mit der richtigen Software.

Besuchen Sie unsere Experten auf der IFAT und lassen Sie sich zeigen, warum FlowChief genau dafür entwickelt wurde.

Neugierig auf FlowZustände?

Insights, Updates und Know-How rund um FlowChief

Energiemanagement leicht gemacht

Energiemanagement leicht gemacht

So optimiert die Verbandsgemeinde Alzey-Land ihren Energieverbrauch

Projekt: Verbandsgemeinde Alzey-Land
Endkunde: Verbandsgemeinde Alzey-Land
Produkte: e-Gem Energiedatenmanagement
Branche: Kummunales Energiemanagement
Technologie Partner: Ingenieurbüro H.Lertes GmbH & Co. KG

Die Verbandsgemeinde Alzey-Land zeigt, wie effizientes Energiemanagement in der Praxis funktioniert: Mit einem zentralen System, das alle Energieverbräuche bündelt, visualisiert und direkt nutzbar macht. Verantwortliche können schnell Trends erkennen, Einsparpotenziale ableiten und Fördermaßnahmen gezielt planen.

Alles im Blick

zentrales Dashboard

Ein zentrales Dashboard bietet einen übersichtlichen Gesamtüberblick über Strom-, Erdgas- und Wasserverbräuche aller kommunalen Liegenschaften. Gleichzeitig dient es als zentrale Navigationsoberfläche, über die die Dashboards der einzelnen Liegenschaften direkt aufgerufen werden können.

Abbildung 1: Gesamtübersicht der Strom-, Erdgas- und Wasserverbräuche über alle Liegenschaften der Kommune

Seit dem Projektstart am 4. Juli 2024 werden inzwischen 100 Zähler überwacht. Darunter Strom-, Wasser-, Wärme- und Gaszähler, erfasst über LoRaWAN-Gateways und Handwerteingaben. Die Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Lertes GmbH & Co. KG, das das LoRaWAN-Netz und die Messtechnik lieferte sowie beim Aufbau und der Inbetriebnahme der Energiemesstechnik unterstützte.

Karl Christian Kopf

Mit FlowChief haben wir all unsere relevanten Energiemessdaten an einem Ort gebündelt. Unser Aufwand für manuelle Ablesungen wurde minimiert und wir sparen uns wertvolle Arbeitszeit. Wir können uns stärker auf die Überwachung der wichtigen Aspekte des Energiemanagements und entsprechende Maßnahmen zur Optimierung fokussieren.

Karl Christian Kopf
Verbandsgemeinde Alzey-Land

Ein weiteres Highlight: Bestehende Verbrauchsdaten der vergangenen Jahre lassen sich problemlos importieren, sodass die historische Basis für Vergleiche und Trendanalysen sofort zur Verfügung steht.

Zentrale Stelle für Monitoring, Navigation und Engineering

Über einen zentralen Systembereich kontrollieren die Verantwortlichen der Verbandsgemeinde Alzey-Land ihr gesamtes Energiemanagement. Von hier aus erfolgt das laufende Monitoring aller relevanten Energiedaten ebenso wie die Navigation zwischen Datenerfassung, Energiedatenmanagement und fundierten Auswertungen der einzelnen Liegenschaften.

Gleichzeitig dient dieser Bereich als Arbeitsgrundlage für das Engineering. Strukturen, Messkonzepte, Auswertungen und Berichte lassen sich hier aufbauen. Auf diese Weise erfolgt die Datenerfassung, Validierung, und das Energiedatenmanagement in einem System. Dadurch wird nicht nur eine schnelle Auswertung ermöglicht, sondern auch eine effiziente Arbeitsweise in der täglichen Anwendung.

Abbildung 2: Karl Christian Kopf, Energiemanager der Verbandsgemeinde Alzey-Land, arbeitet mit FlowChief

Individuelle Dashboards für jede Liegenschaft

Für jede Liegenschaft wurde ein separates Dashboard erstellt, das die jeweils relevanten Messwerte auf einen Blick darstellt, welche nur den zuständigen Mitarbeitern zur Verfügung stehen. Damit sehen Verantwortliche sofort, wo Handlungsbedarf besteht – vom Rathaus bis zu Schulen, Sportstätten oder Feuerwehren.

Ein integrierter Dreijahresvergleich ermöglicht die Bewertung der Verbrauchsentwicklung über die Zeit. Dabei können spezifische Zeiträume ausgewählt und mit den Vorjahreswerten verglichen werden, um Trends, Abweichungen und Einsparpotenziale klar zu erkennen.

Abbildung 3: Beispiel-Dashboard des Rathauses in Alzey mit Verbrauchsauswertungen im Dreijahresvergleich

Flexibles Reporting

Die Verbandsgemeinde Alzey-Land erstellt ihre Berichte direkt im System und nutzt diese aktiv für das tägliche Energiemanagement. Standardisierte Auswertungen bilden dabei die Basis, werden jedoch um projekt- und anforderungsspezifische, individuell erstellte Berichte erweitert. So werden Daten nicht nur erfasst, sondern aktiv nutzbar – zum Beispiel für interne Analysen, die Nachverfolgung von Maßnahmen oder die Beantragung von Fördermitteln.

Abbildung 4: Beispielbericht zur Auswertung der Verbräuche verschiedener Medien nach Bilanzierungsebenen

Flexible Datenerfassungsstruktur

Die Datenerfassung und Auswertung basieren auf einer klar strukturierten, gleichzeitig jedoch sehr flexiblen Organisationsstruktur. Es werden Stammdaten, Liegenschaften und Bilanzierungsebenen übersichtlich abgebildet. Jede Liegenschaft wird als eigene Ebene geführt, sodass Daten gezielt analysiert und miteinander verglichen werden können. Diese Struktur ist nicht starr, sondern lässt sich flexibel auf unterschiedliche Projekte, Anforderungen und kommunale Gegebenheiten übertragen.

Aufbau des Systems

FlowChief Funktionen und Lösungen

Neugierig auf FlowZustände?

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2G-Abschaltung

2G-Abschaltung

Läuft Ihre Anlage 2028 noch?

Vermeiden Sie den Blindflug

Sicher in die Zukunft

Nach über 30 Jahren steht die endgültige Stilllegung der 2G-Netze (GSM/GPRS) bevor. Die Mobilfunkprovider räumen die genutzten Frequenzen konsequent frei, um dringend benötigte Kapazitäten für die modernen Standards 4G/LTE und 5G zu schaffen. Was technologisch ein Fortschritt ist, bedeutet für bestehende Anlagen eine kritische Frist.
Ersetzen Sie 2G-Technik durch moderne, NIS2-konforme Fernwirklösungen.

Jetzt 2G check starten

GPRS war der Wegbereiter für die moderne M2M- und IoT-Kommunikation

Bin ich von der Abschaltung betroffen?

Machen Sie den Schnell-Check

Der Mobilfunk bildet das Rückgrat der Fernwirktechnik zu Ihren Außenstationen. Fällt das 2G-Netz weg, droht der „Blindflug“. Auch die SMS-Alarmierung der Leittechnik basierte lange Zeit auf 2G (GSM) und sollte geprüft werden.

Konnektivität

  • Ihre Situation / Ausstattung: Wir nutzen 2G oder 3G
    AKUT: Die Verbindung wird ersatzlos abgeschaltet. Handlungsbedarf besteht sofort.
  • Ihre Situation / Ausstattung: Wir nutzen bereits 4G (LTE)
    PRÜFUNG NÖTIG: Sind auch die SIM-Karten 4G-fähig? Alte SIMs blockieren oft moderne Hardware.
  • Ihre Situation / Ausstattung: Wir nutzen einen SMS-Störmelder als Fernwirktechnik
    AKUT: Ihre Störmelder nutzen GSM (2G). Dieses Netz wird abgeschaltet.
  • Ihre Situation / Ausstattung: Unbekannt
    HOCH: Blindflug-Gefahr. Ohne Inventur ist ein Ausfall unvorhersehbar.

Warum jetzt handeln?

So gehen Sie am Besten vor

Bestandsaufnahme & Audit

Bestandsaufnahme & Audit

Ziel: Volle Transparenz über Ihre 2G-Abhängigkeiten und deren Kritikalität.

  • Asset-Inventur: Detaillierte Erfassung je Station (SPS-Typ, Gateway, aktueller Funkstandard, Protokolle).
  • Schwachstellen-Analyse: Identifikation von „versteckten“ Abhängigkeiten (z.B. serielle Schnittstellen oder rein GSM-basierte SMS-Geber).
  • Priorisierung: Bewertung nach Ausfallrisiko und Bedeutung für den Gesamtbetrieb.

Ergebnis: Ein lückenloses Inventar und ein klarer Handlungsrahmen.

Partnerprogramm Systemintegration

Zielarchitektur & Migrationsplanung

Ziel: Ein belastbares, zukunftssicheres Konzept für Technik und Security.

  • Technologie-Design: Auswahl des optimalen Standards (4G, 5G, LTE-M, Übertragungsprotokoll) passend zum Use Case.
  • Security-Baseline: Integration moderner Sicherheitsfeatures (z.B. VPN/IPsec-Tunnel, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Netzwerk-Segmentierung).
  • Rollout-Plan: Festlegung von Meilensteinen, Zeitplänen und Budgetrahmen (auch als Basis für Ausschreibungen).

Ergebnis: Ein fertiges Umsetzungskonzept inklusive belastbarem Angebot.

Implementierung & Abnahme

Implementierung & Abnahme

Ziel: Reibungslose Umrüstung und Übergabe in den stabilen Dauerbetrieb.

  • Hardware-Upgrade: Fachgerechter Austausch von Modems, Routern und Datenloggern vor Ort.
  • System-Anpassung: Konfiguration von IP-Routen, Ports und OT-Security-Parametern in der Zentrale und SPS.
  • Qualitätssicherung: Funktionstests, Dokumentation der neuen Infrastruktur und Übergabe an das Betriebspersonal.

Ergebnis: Zukunftssichere Stationen, aktuelle Dokumentation und ein stabiler Betrieb.

Wer ist Ihr zuständiger Ansprechpartner?

Verantwortung nach Bausteinen

Ebene / BausteinWas wird benötigt? (Voraussetzungen)Partner & AnsprechpartnerIhre Verantwortung
Signal & Netz4G/5G Netzabdeckung
Stabiles Signal am Standort (ggf. Antennentechnik prüfen)
Netzbetreiber
(Telekom, Vodafone, Telefónica)
Verfügbarkeit prüfen
(Zeitpunkt der 2G/3G Abschaltung beachten)
ZugangAktuelle SIM-Karte & Tarif
LTE-fähige SIM-Karten und passende M2M-Datentarife
Provider
(z.B. Telekom, Vodafone, IoT-Reseller)
Kartenbestand und Verträge prüfen
Ggf. Austausch veranlassen
Hardware und Fernwirktechnologie4G-fähige Fernwirktechnik
Modems, Router, Datenlogger oder Fernwirkstationen mit 4G-Modulen
Systemintegratoren / Planer / FlowChiefInventur durchführen
Veraltete Bauwerke als Grundlage für Modernisierung identifizieren
ZentraleFlowChief Prozessleitsystem
Aktuelle Versionen
Systemintegratoren / FlowChiefUpdate durchführen
Softwareseitige Anpassung an neue Hardware sicherstellen

Fragen und Antworten

Was Sie noch zum Thema wissen sollten

Wie zukunftssicher ist 4G (LTE) für industrielle Anwendungen?

LTE bildet aktuell die robuste Basis für industrielle IP-Anwendungen (Fernwirken, VPN, Datenlogger). Es bietet eine breite Verfügbarkeit und wird noch über Jahre der Standard bleiben. 5G ist eine Ergänzung für High-Speed-Szenarien, für reine Fernwirktechnik aber oft nicht zwingend nötig.

 www.bundesnetzagentur.de/…/2GAbschaltung

Ich nutze noch 3G-Router, die problemlos laufen. Warum handeln?

Das ist ein Trugschluss. Da 3G in Deutschland bereits 2021 abgeschaltet wurde, laufen diese Geräte aktuell im „Fallback-Modus“ auf 2G. Sobald 2G abgeschaltet wird, gehen diese Geräte offline. Es gibt keinen weiteren „Rettungsanker“ nach unten.

www.bundesnetzagentur.de/…/2GAbschaltung

Wie finde ich heraus, welches Netz mein Router/Modem aktuell nutzt?

Prüfen Sie einen der folgenden Punkte:

  • Weboberfläche (UI): Suchen Sie unter „Status“ oder „Mobilfunk“ nach Access Technology (LTE/4G vs. GSM/GPRS/EDGE).
  • Signalwerte:
    • LTE/4G: RSRP/RSRQ/SINR
    • 3G: RSCP/EcNO
    • 2G: RSSI + „GSM/EDGE/GPRS“
  • Hardware-Check: Typenschild oder Datenblatt prüfen (unterstützte Standards: LTE/4G).

Wie finde ich heraus, ob meine eingesetzten FlowChief Logger 2G oder 4G Logger sind?

Prüfen Sie das Typenschild am Gerät, die ursprüngliche Rechnung oder die Artikelnummer in Ihren Unterlagen. Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Ansprechpartner auf.

Mein Router kann LTE, hängt aber trotzdem im 2G-Netz. Woran liegt das?

  • SIM/Tarif: LTE ist auf der Karte nicht freigeschaltet.
  • Empfang: Das LTE-Signal ist am Standort zu schwach, das Gerät wählt das stärkere 2G-Signal.
  • APN: Falsche APN-Einstellungen verhindern die Einwahl ins 4G-Netz.
  • Konfiguration: Der Netzmodus steht auf „Auto“ ohne Priorisierung.
    • Lösung: Netzmodus testweise auf „LTE only“ setzen und APN-Einstellungen prüfen.

Was muss ich bei SIM-Karten beachten?

  • Tarif: LTE/5G muss explizit freigeschaltet sein.
  • SIM-Formfaktor: Standard/Mini/Micro/Nano bzw. eSIM (je nach Gerät).
  • Alter: Sehr alte SIM-Karten unterstützen oft technisch kein 4G/5G (Austausch nötig).
  • Vorsicht:
    • Manche Anbieter versenden bereits „neue SIM Karten“ die das 2G Netz nicht mehr unterstützen.
    • Typ: Vorsicht bei Multi-SIMs oder Roaming-Karten – diese buchen sich manchmal nicht korrekt ins 4G-Netz ein.

Welche Rolle spielt die Antenne beim Wechsel auf 4G?

Eine entscheidende. Alte Antennen decken oft nicht die notwendigen Frequenzbereiche für LTE ab.

  • Prüfen Sie Frequenzbereich, Stecker und Kabellänge (Dämpfung).
  • LTE-Router profitieren massiv von MIMO-Antennen (2 Antennenanschlüsse).

Mehr Infos zu den FlowChief Antennen finden sie hier.

Was passiert mit Regionen, die bislang nur 2G-Empfang haben?

Die Telekom plant, diese „weißen Flecken“ vor der Abschaltung mit 4G/5G zu versorgen.

  • Wichtig: „Netz verfügbar“ (laut Karte) bedeutet nicht automatisch „Empfang im Schaltschrank“.
  • Handlung: Messen Sie die Signalwerte vor Ort real aus und planen Sie ggf. Außenantennen ein.

Warum reicht ‘Abwarten’ oft nicht?

Eine Migration ist mehr als nur ein Geräteaustausch. Faktoren wie Lieferzeiten, Anpassung der Leittechnik, Port-Konfigurationen, VPN-Tunnel und Vor-Ort-Tests benötigen Zeit. Wer bis zum Schluss wartet, riskiert Ausfälle und hohe Kosten durch Ad-hoc-Maßnahmen.

Ist es sinnvoll, auf die Abschaltung von O2 zu warten?

Nein. Auch wenn O2 noch kein fixes Datum nennt, ist die Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter (oft mit schlechterer Abdeckung in ländlichen Bereichen) für kritische Infrastruktur (KRITIS) ein hohes Risiko.

Wie gehe ich das Projekt am besten an?

  • Inventur: Welche Stationen nutzen noch 2G/GPRS oder alte SMS-Alarmierung?
  • Priorisierung: Welche Anlagen sind kritisch? Wo hängen Alarmketten dran?
  • Budget: Wann ist das nächste Investitionsfenster?

Was heißt ‘NIS2-ready’ bei IoT-Kommunikation bzw. Fernwirktechnik?

NIS2 ist kein Produktmerkmal, sondern ein Sicherheitsstandard. Dazu gehören:

  • Asset-Übersicht und Zugriffskontrolle.
  • Sichere Fernzugriffe (z. B. VPN, keine offenen Ports).
  • Patch-Management für Router. Der Wechsel auf 4G-Router ist der ideale Zeitpunkt, um diese Security-Baseline zu implementieren.

 www.bsi.bund.de/…/nis-2-regulierte-unternehmen

Gibt es Alternativen zu LTE/5G?

  • LTE-M: Gut für kleine Datenmengen, oft bessere Gebäudedurchdringung – aber schwierig für VPN/IPsec.
  • NB-IoT: Gut für kleine Datenmengen, hohe Gebäudedurchdringung – Nicht geeignet für fixe TCP Verbindungen.
  • Festnetz (DSL/Glasfaser): Oft am stabilsten, wenn verfügbar.
  • Richtfunk/Satellit/LoRaWAN: Nischen für spezielle Use Cases, abhängig von Latenz / Security/ Standort.
  • 450MHz: Schwarzfallsichere Netze speziell für KRITIS und Versorger – Netz befindet sich im Ausbau, Eigene Router mit 450MHz Technologie nötig, Anbindung meist über zentrale Firewall und Site to Site VPN.
  • Eigene Netze: Maximal kontrollierbar, aber aufwändiger.

Wie sieht es im Ausland (DACH/EU) aus?

  • Schweiz: 2G ist bereits komplett abgeschaltet.
  • Österreich: Kein fixes Abschaltdatum für 2G, aber 3G wird bis Ende 2025 abgeschaltet.
  • EU: Sehr unterschiedlich. Wer grenzüberschreitend agiert, muss sich auf einen Flickenteppich an Abschaltterminen zwischen 2025 und 2030 einstellen.

Noch Fragen zum 2G-Aus?

Kontaktieren Sie uns!

Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, wo bei Ihnen Handlungsbedarf besteht. Schreiben Sie uns einfach – wir geben Ihnen schnell eine klare Einschätzung und zeigen den nächsten Schritt auf.

Contact
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Drei Tage SPS 2025

Drei Tage SPS 2025

Automatisierung, Leidenschaft & Austausch

Drei Tage lang stand bei uns alles im Zeichen der Automatisierung: Rund 56.000 Fachbesucher informierten sich auf der Smart Production Solutions in Nürnberg über Produktneuheiten und Lösungen der Branche. Mittendrin: unser Messeteam und unsere Besucher und Besucherinnen mit vielen spannenden Themen und einem klaren Fokus auf die Herausforderungen aus der Praxis.

Wir bedanken uns herzlich für die zahlreichen Besuche auf unserem Messestand. Es hat Spaß gemacht, Ihnen die Leittechnik von morgen zu zeigen – inklusive Lösungen, die Sie fit für NIS2 und das KRITIS-Dachgesetz machen.

Ihre Messe-Highlights im Überblick

In diesem Jahr standen bei Ihnen besonders folgende Themen im Mittelpunkt:

  • Energiedatenmanagement – von Profis für Profis
    Wie lassen sich Energiedaten effizient erfassen, auswerten und in Entscheidungen überführen? Genau hier knüpfen unsere Lösungen an – mit Fokus auf Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Audit-Sicherheit.
  • Neue Funktionen: VALERI, Anomalieerkennung, Regression, Klassifizierung & Kostenberichte
    Viele Gespräche drehten sich um erweiterte Analysefunktionen. Ziel ist immer, aus Daten konkrete Handlungsoptionen abzuleiten.
  • Engineering für Profis
    Durchgängige Standardisierung von der SPS bis ins Leitsystem mit Vertical Engineering und MTP – für maximale Effizienz und Qualität in Visualisierung und Datenmodell.
  • One-for-All-Lösung für Wasser, Abwasser und Kanal
    Einheitliche Plattform, durchgängige Daten und klare Strukturen – speziell für kommunale Versorger und Stadtwerke.
  • Migration in die Jahre gekommener Prozessleitsysteme (z. B. Erwin Peters)
    Wie gelingt der Umstieg ohne Stillstand? Wir zeigen Wege, alte Systeme Schritt für Schritt in moderne Leittechnik zu überführen.
  • Betriebstagebuch für Kläranlagen – direkt im Leitsystem
    Weniger Insellösungen, mehr Kontext zu Messwerten, Ereignissen und Maßnahmen – alles an einem Ort.
  • Resiliente Trinkwasserversorgung – vom Zonenmonitoring bis zur Bilanzierung
    Unsere Lösungen zur Überwachung von Zonen, zur lückenlosen Bilanzierung und zur Früherkennung von Auffälligkeiten waren ein zentrales Thema vieler Gespräche.

Unsere persönlichen Messe-Highlights

Neben allen Fachthemen gab es ein paar Punkte, die für uns die SPS 2025 besonders gemacht haben:

  • „Stamm-Besucher“, die jedes Jahr vorbeischauen
    Viele bekannte Gesichter, vertraute Gespräche und Projekt-Updates direkt am Stand – diese Beständigkeit schätzen wir sehr.
  • Ein perfekt abgestimmtes Team
    Vom ersten Aufbau bis zum letzten Messetag: Das Zusammenspiel im Team, die gute Stimmung und die Freude an der Arbeit waren deutlich spürbar – und wurden uns auch von Ihnen zurückgespiegelt.
  • Die „traurige Regelmäßigkeit“: Stromausfall ⚡
    Ja, das Thema hat uns wieder erwischt. Aber auch das zeigt: Resiliente Systeme und saubere Alarmierung sind kein Theorie-Thema, sondern Alltag.

Blick nach vorn

Vielen Dank für Ihr Vertrauen, Ihre Offenheit und die vielen Anregungen. Aus Ihren Fragen und Anforderungen entstehen bei uns die Lösungen von morgen.

Messeteam SPS 2025

Das gesamte FlowChief-Team freut sich schon jetzt auf ein Wiedersehen – auf der nächsten SPS oder bei Ihnen vor Ort.

FlowChief Analytics

FlowChief Analytics

Wie aus Daten Informationen werden
Daten verstehen leicht gemacht: Mit FlowChief Analytics verwandeln Sie komplexe Daten in klare, aussagekräftige Informationen. Sie behalten jederzeit den Überblick über Ihre Prozesse und werden automatisch über Unplausibilitäten informiert – bevor Probleme entstehen. Das spart Zeit und lenkt den Fokus auf das Wesentliche.

✓ Energie ✓ Wasser ✓ Abwasser ✓ Gebäudetechnik

Fragen an FlowChief?

Lassen Sie uns über Ihre Prozesse sprechen.

Automatisierte Datenanalyse

mit FlowChief Analytics

Zentrale Datenbasis –
das Fundament Ihrer Analyse

Eine gute Analyse braucht eine verlässliche, einheitliche Datenbasis – unabhängig vom Hersteller oder System. Durch die nahtlose Integration können so alle Daten vereint werden:

  • Verbrauchsdaten
  • Prozessdaten
  • Kaufmännische Daten
  • Klimadaten

Aktive Benachrichtigung –
Auffälligkeiten sofort im Blick

FlowChief informiert automatisch, wenn etwas vom Soll abweicht.

  • Meldewege flexibel einstellbar
  • Zeitintervalle flexibel einstellbar
  • Immer informiert, ohne manuelle Prüfung

FlowChief Analytics = RALF – Ihr digitaler Analyse-Kollege

Mit RALF (Regelbasierte Analyse mit FlowChief) wird Ihr System zum aktiven Partner im Betriebsalltag.

  • RALF denkt mit: Automatische Analysen im Hintergrund
  • Immer einen Schritt voraus: Früherkennung von Handlungsbedarf

Regelbasierte Analysen – aus Daten werden Informationen

Regelbasierte Analysen automatisieren die Auswertung. Sie prüfen Daten nach individuell definierten Kriterien und melden Auffälligkeiten frühzeitig.

  • Regeln frei definierbar: Sie legen fest, welche Zusammenhänge erkannt werden sollen
  • Ausführung im Hintergrund
  • Prüfung großer Datenmengen
  • Aktive Meldung bei Auffälligkeiten

FlowChief Analytics

Anwendungsfälle

Energie- und Umwelt­management

  • Soll-Ist-Vergleiche mit Regressionsmodellen oder Prognosen
  • Benchmarking
  • Vergleich mit Vergangenheitswerten
  • Monitoring der Energieeffizienz

Anlagebetrieb und Prozess­verhalten

  • Überwachung maximaler Taktfrequenz (z. B. BHKW oder Filterspülungen)
  • Überwachung von Laufzeiten
  • Leckageerkennung
  • Erkennung ineffizienter Betriebszustände
  • Vergleich Prognose- und Ist-Wert

Datenqualität & Nach­vollziehbarkeit

  • Prüfung Lastgänge auf Vollständigkeit
  • Abgleich händische mit automatisierter Erfassung
  • Vollständigkeit der erfassten Handwerte (z. B. nach EKVO/DWA)

Wasser- und Abwasser­wirtschaft

  • Überwachung Wasserverlust (m³/km)
  • Analyse Energieverbrauch Wasseraufbereitung (kWh/m³)
  • Energieverbrauch pro Einwohnerwert nach DWA-A 216 (kWh/EW)
  • Monitoring EKVO-Vorgaben
  • Langzeitmonitoring von Wirkungsgrad & Ressourceneinsatz

Mehrwert für Anwender

Die automatisierte Analyse spart Zeit, macht komplexe Zusammenhänge sichtbar und verbessert die Reaktionsfähigkeit. Klassische Grenzwerte sind notwendig, um den Anlagenbetrieb sicherzustellen. Sie reagieren auf das Offensichtliche – sobald ein Messwert einen Schwellenwert überschreitet. FlowChief Analytics geht aber weiter: Es erkennt Entwicklungen und Muster, bevor Grenzwerte überhaupt erreicht werden.

  • Komplexe Prüfungen automatisieren
  • Zusammenhänge sichtbar machen
  • Aktive Benachrichtigung bei Auffälligkeiten
  • Zeitliche Entlastung

Fragen an FlowChief?

Lassen Sie uns über Ihre Prozesse sprechen.

Stabil. Effizient. Zukunftssicher

Stabil. Effizient. Zukunftssicher

Wassernetzmonitoring neu gedacht.

Digitale Bilanzierung und intelligente Analysen von FlowChief

helfen Versorgern, Wasserverluste frühzeitig zu erkennen und Ressourcen effizient zu nutzen.

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Lassen Sie uns über Ihre Prozesse sprechen.

Lösung & Produktübersicht

Streckenbilanzierung

Streckenmonitoring schafft Transparenz im Fern- und Verteilnetz: Verluste erkennen, effizient steuern, Handlungssicherheit gewinnen.

  • Plausibilitätsprüfung & automatische Anomalieerkennung für zuverlässige Datenqualität
  • Dashboarding & Zonenvergleich – Verschaffen anschaulich Transparenz im Netz
  • Optimiertes Messkonzept: Messfehler aufdecken, Lücken im Messkonzept gezielt schließen
  • Datenqualität sichern: Abrechnungsdaten mit Messdaten vergleichen für volle Transparenz
  • Ressourcenschutz & Priorisierung – Wasserverluste reduzieren, Energie sparen, Handlungsbedarf klar aufzeigen Flexibilitäten nutzen.

Abnehmermonitoring

Lastspitzen, Anomalien und Verluste frühzeitig erkennen – für effiziente, resiliente und verbandsorientierte Netzsteuerung.

  • Erfassung aller Datenquellen – Zähler, Sensoren und SCADA zentral integrieren
  • Lastgang-Analysen & Dashboards – Transparenz über Verbrauch und Spitzenlasten
  • Kundenportal & Verbände-Monitoring – Sensibilität bei angeschlossenen Verbänden stärken
  • Frühzeitige Anomalieerkennung & Resilienz – Auffälligkeiten identifizieren, Versorgung stabil halten

Leckagemonitoring

Die digitale Frühwarnanlage für Verteilnetze: Wasserverluste erkennen und lokalisieren – bevor sie teuer werden.

  • Physische und scheinbare Verluste reduzieren – Leckagen und Abrechnungsabweichungen sichtbar machen
  • Fehlerfrei überwachen – auch bei heterogener Sensorik und komplexer Netzstruktur
  • Netzdaten konsolidieren – Ursachen sichtbar machen, Maßnahmen priorisieren
  • Zonenmonitoring – Auffällige Bereiche im Netz gezielt eingrenzen
  • Flexible Bereitstellung – On-Premises, in der Cloud oder als Hybridlösung

Drei Schritte hin zu effizientem Wassernetzmonitoring

Strukturierung des Messkonzepts

Einfacher Einstieg ins Monitoring: mit einer klaren Strukturierung der Messstellen wird Ihr Netz transparent. Vom Wasserwerk bis in den Keller – Bilanzrahmen machen sichtbar, was zuvor verborgen blieb.

Vorteil feinaufgelöster Daten

Mehr sehen, mehr verstehen: Kontinuierliche Verbrauchsdaten statt monatlicher Ablesung – so werden Lastspitzen sichtbar, Leckagen früh erkannt und Einsparpotenziale nutzbar.

Automatisierte Analyse im Hintergrund

Monitoring, das für Sie mitdenkt: Die Analyse läuft im Hintergrund, prüft Daten regelbasiert und meldet Auffälligkeiten automatisch – für maximale Sicherheit bei minimalem Aufwand.

Mehr erfahren…

Referenzen

Fachvortrag „Wassereffizienz mit FlowChief“

Deep Dive

In diesem 25-minütigen Beitrag erklärt Tobias Knoll praxisnah, wie digitale Bilanzierung, Abnehmermonitoring und Leckagemonitoring Netze effizienter und resilienter machen.

Kapitel & Sprungmarken
00:00:00: Einordnung & Ziele

00:03:00: Bilanzierung im Fern- & Verteilnetz

00:12:00: Abnehmer­monitoring: Lastspitzen & Anomalien

00:18:30: Leckage­monitoring & R.A.L.F.

00:23:00: Q&A & Takeaways

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FAQ

Häufige Fragen

Ist die Integration in bestehende Systeme kompliziert?

Nein. FlowChief ist interoperabel mit gängigen SCADA-, ERP- und Datenlogger-Systemen. Unsere Experten unterstützen bei der schnellen Anbindung.

Kann die Lösung in bestehende FlowChief Systeme integriert werden?

Ja. FlowChief Prozessleitsysteme lassen sich flexibel erweitern.

Ist die Lösung skalierbar und zukunftssicher?

Ja. FlowChief wächst mit Ihren Anforderungen – von kleinen Netzen bis zu großflächigen Versorgern. Moderne Technologie, offene Schnittstellen und flexible Erweiterungsmöglichkeiten sichern Investitionen und machen Ihr System zukunftsfähig.

Können bestehende Daten genutzt werden?

Ja. Daten aus Drittsystemen können importiert oder kontinuierlich abgeglichen und nahtlos mit neuen Messwerten kombiniert werden.

Sind meine Daten sicher?

Ja. FlowChief schützt Ihre Daten mit moderner Verschlüsselung, rollenbasierten Zugriffsrechten und Hosting nach höchsten Sicherheitsstandards. Sie entscheiden, ob der Betrieb in Ihrer eigenen IT oder im sicheren FlowChief-Rechenzentrum erfolgt.

Für welche Netzgrößen eignet sich FlowChief?

FlowChief passt zu jeder Netzgröße – vom Verteilnetz kleiner Verbände über städtische Metropolen bis hin zu großen Flächen- und Fernwasserversorgern.

Gibt es Fördermöglichkeiten?

Ja. Maßnahmen zur Wassereffizienzeffizienz können oft durch Programme von Bund oder Land unterstützt werden.

Migration von Erwin Peters-Systemen

Migration von Erwin Peters-Systemen

Schritt für Schritt zur modernen Leittechnik

Hard Facts

Projekt: Kläranlagen- und Kanalisation Feuchtwangen

Endkunde: Martin Proff

Produkte: Prozessleitsystem, web.HMI

Branche: Abwasser, Kläranlage, Kanalisation

Sanfte Integration, nahtloser Übergang

Feuchtwangen migriert erfolgreich auf FlowChief

Die Stadt Feuchtwangen betreibt eine zentrale Kläranlage und mehrere Außenbauwerke, die bislang über ein Erwin Peters-Leitsystem (EP 2000) zentral überwacht wurden. Auf der Hauptkläranlage und einigen direkt angebundenen Außenanlagen kommen Siemens S7-Steuerungen zum Einsatz, die direkt mit dem EP 2000-System kommunizieren. Die übrigen Außenbauwerke sind mit Erwin Peters-Fernwirkstationen ausgestattet und über LTE-, VDSL- oder SHDSL-Verbindungen via IEC 60870-5-104 an die Zentrale angebunden.

Mit der Abkündigung der Erwin Peters-Systeme ab 2029 stand die Stadt 2024 vor der Aufgabe, eine zukunftssichere Nachfolgelösung zu finden. Neben der technischen Modernisierung standen insbesondere IT-Sicherheit, Bedienkomfort und Datenanalyse im Fokus – bei laufendem Betrieb. Nach sorgfältiger Bewertung entschied sich die Kommune für eine schrittweise Migration auf FlowChief, die aktuell umgesetzt wird.

Die Umstellung erfolgt sanft im Parallelbetrieb: Zunächst wurden die Hauptkläranlage und zwei Außenanlagen auf FlowChief migriert, derzeit folgt die sukzessive Anbindung weiterer Bauwerke. Dank der integrierten Kommunikationstreiber für S7-TCP/IP und IEC 60870-5-104 kann die vorhandene Automatisierungs- und Fernwirktechnik nahtlos weiterverwendet werden – ein entscheidender Vorteil für die Migration bei laufendem Betrieb.

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Ziele der Migration

  • Einführung eines zukunftsfähigen, herstellerunabhängigen Leitsystems für alle Anlagenebenen
  • Möglichkeit zum eigenständigen Engineering sowie zur Nutzung eines starken Partner- und Integratoren Netzwerks
  • Weiterverwendung der bestehenden Steuerungstechnik, ohne Eingriff in die bestehende Automatisierungsebene
  • Reibungslose Migration im Parallelbetrieb – ohne Unterbrechung des Anlagenbetriebs
  • Erhöhung der IT-Sicherheit durch verschlüsselte Kommunikation und klare Trennung von IT- und OT-Netzen
Prozessbild der Schlammentwässerung im EP2000-System.
Die modernisierte Darstellung in FlowChief – klarer, strukturierter und mit mehr Detailtiefe.

Realisierung und Vorgehen

  • Projektstart: 1. Juni 2024
  • Parallelbetrieb: Anbindung der Kläranlagenautomatisierung an FlowChief bei gleichzeitigem Betrieb des bestehenden EP 2000-Systems über S7-TCP/IP-Kommunikation
  • Schrittweise Migration der Außenbauwerke von Erwin Peters auf FlowChief unter Verwendung des standardisierten IEC 60870-5-104-Treibers
  • Automatisierte Erstellung des Datenmodells mithilfe der FlowChief-Migrationstools
  • Feinabstimmung der AKS-Struktur sowie manuelle Erweiterung
  • Übernahme der historischen Prozess- und Alarmdaten aus dem Altsystem
  • Durchführung einer FlowChief-Engineering-Basic-Schulung zur Befähigung der Mitarbeitenden für eigenständige Anpassungen
Die Außenbauwerke – hier ein Regenüberlaufbecken in Draufsicht – werden schrittweise von Erwin Peters auf FlowChief migriert. Ein Teil der Prozessbilder entsteht direkt im eigenen Haus.

Ergebnis und Ausblick

Mit FlowChief steht dem Betreiber nun eine webbasierte, herstellerunabhängige Leittechnikplattform zur Verfügung, die Schritt für Schritt das bisherige EP-System ablöst. Die Mitarbeiter wurden gezielt geschult und können eigenständig Anpassungen und Erweiterungen vornehmen.
Als nächste Schritte sind vorgesehen:

  • Vollständige Migration aller Außenbauwerke
  • Feintuning des Alarm- und Bereitschaftsdienstplans
  • Einführung des Instandhaltungsmanagement im Rahmen der EKVO

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„Uns war wichtig, ein Leitsystem zu haben, das wir eigenständig betreuen und erweitern können. FlowChief bietet genau das – eine einfache Bedienung, offene Projektierbarkeit und ein schlüssiges Migrationskonzept, das im laufenden Betrieb umgesetzt werden konnte.“
Martin Proff, Leiter Kläranlage

In den intuitiv bedienbaren Kurvendiagrammen lassen sich beliebige Prozessvariablen miteinander vergleichen – hier beispielsweise der Füllstand des Zulaufpumpwerks sowie die Stromaufnahmen und Betriebsmeldungen der Pumpen.

FlowChief Funktionen und Lösungen

  • RÜB-Protokollierung zur detaillierten Erfassung und Auswertung von Einstau- und Überlaufereignissen in Regenüberlaufbecken
  • FlowChief web.HMI als schlankes Notbediensystem für kleinere Kläranlagen
  • FlowChief Migrationstools für eine einfache stressfreie Migration von Erwin Peters auf FlowChief

Machbar? Definitiv!

Die Migration in Feuchtwangen zeigt, dass der Umstieg von Erwin Peters-Systemen auf FlowChief planbar, wirtschaftlich und stressfrei umgesetzt werden kann – bei laufendem Betrieb, mit hoher Datensicherheit und klarer Perspektive für kommende Jahre.

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FlowChief als zentrale Energiedatenplattform

FlowChief als zentrale Energiedatenplattform

Unsere Arbeit mit SCHOTT

SCHOTT zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Spezialglas, Glaskeramik und weiteren High-Tech-Werkstoffen. Mit rund 17.400 Mitarbeitenden an über 30 Standorten weltweit ist der energieintensive Prozess der Glasschmelze ein zentraler Faktor. Daher stehen eine effiziente und möglichst klimaneutrale Produktion sowie die kontinuierliche Erfassung, Überwachung und Optimierung des Energieverbrauchs und der eingesetzten Energieträger im Mittelpunkt.

Bereits seit 2011 ist FlowChief die zentrale Drehscheibe für Energiedaten im Unternehmen und damit zentraler Knotenpunkt für rund 35.000 Datenpunkte und 250 Benutzer.

Globales Energiedatenmanagement

Die skalierbare Plattform fungiert als globales SCHOTT Energiedatenmanagement inkl. Abrechnung. Auch das Energieleitsystem am Standort Mainz ist Teil der Lösung. FlowChief schafft dabei den Spagat der unterschiedlichen Anforderungen dieser Aufgabengebiete. Im Energiemanagement kommt es auf belastbare Archivdaten an. Im Bereich des Energieleitsystems liegt der Fokus auf der Überwachung und Steuerung der Anlagen (Strom- und Erdgasversorgung, Druckluft- und Kälteerzeugung, Wassertechnik, etc.) in Echtzeit.

Luftaufnahme SCHOTT Werksgelände Mainz (Quelle: SCHOTT)

Heterogene, standortübergreifende Datenerfassung

Besondere Herausforderung ist die heterogene, standortübergreifende Datenerfassung. FlowChief fügt sich als herstelleroffenes System flexibel in die bestehende Infrastruktur ein. Herzstück ist der hochverfügbare redundant ausgeführte Server am Hauptstandort in Mainz. Auf diversen Wegen laufen hier die Energiedaten der globalen Standorte zusammen.

  • Universalmessgeräte verschiedener Hersteller (u.a. Siemens, Janitza, Gossen Metrawatt)
  • Lastgangdaten der Versorger über unterschiedliche Formate (MSCONS, csv, xml…)
  • Funkbasierte Datenerfassung über LoRaWAN und MQTT
  • Proprietäre Protokolle mehrerer Hersteller (u.a. GMC ECL)
  • Daten von SPSen verschiedener Hersteller
  • Datenerfassung von Drittsystemen
  • Mobile & manuelle Datenerfassung über die FlowChief scadaApp

Daten in Echtzeit

Alle Daten stehen sowohl in Echtzeit zur Prozessvisualisierung und Alarmierung als auch als Archivdaten für das Energiedatenmanagement zur Verfügung. Darüber hinaus werden über Standardschnittstellen wie OPC-UA oder einen automatisierten MSCONS-Export Drittsysteme innerhalb und außerhalb der SCHOTT AG mit Daten bedient. Auch EVUs erhalten Lastganginformationen per FTP-Push.

Vortrag-e-Gem-HM-2023

360° Energiedatenmanagement

bei der SCHOTT AG

Vortrag zum Thema „Transparenz vom Zähler bis zur Kostenstelle“ auf ENERGY 4.0 Stage der Hannover-Messe 2023

Energiedatenmanagemet

nach ISO 50001

Das Energiemanagement-Modul e-Gem stellt, aufbauend auf der detaillierten Datenbasis, die für das Energiemanagement nach ISO 50001 nötigen Software-Tools zur Verfügung.

  • Plausibilisierung und Überwachung des Messkonzeptes
  • Ermittlung von signifikanten Energieverbrauchern (SEUs)
  • Kennzahlenbildung nach ISO 50006
  • Effizienzmaßnahmen-Management
  • Flexible leistungsstarke Reporting-Funktionen
Standard-Report zur energetischen Klassifizierung (Verbrauchertypen nicht original)

Verursachergerechte Energieabrechung

Komplette Abbildung mit FlowChief

Gestiegene Energiekosten rücken die unternehmensinterne verursachergerechte Verteilung der Energiekosten zunehmend in den Fokus. Der Prozess wird mittlerweile komplett in der Software abgebildet.

  • Automatische Synchronisierung mit dem ERP-System. Stammdaten und Konfigurationen werden automatisiert unter Berücksichtigung der Historisierung übernommen
  • Daten-Plausibilisierung durch virtuelle Messstellen und anpassbare Toleranzschwellen
  • Archivwertkorrekturen orientiert an die Funktionen des Metering-Codes
  • Auditkonformes Protokollieren sämtlicher Änderungen
  • Verteilung der Energiemengen auf die mehrstufige Kostenstellenstruktur
  • Bereitstellung des fertigen Abrechnungs-Datenpaketes an das ERP-System
Messkonzeptplausibilisierung

Die Anforderungen an Energiedaten werden zunehmend komplexer und schnelllebiger. Bereits heute ist sicher, dass eine durchgehende Transparenz der Energieverbräuche – vom Messgerät bis zur Kostenstelle – entscheidend für den zukünftigen Unternehmenserfolg sein wird.

FlowChief Verantwortlicher

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Bereits seit 2011 ist FlowChief die zentrale Drehscheibe für Energiedaten und damit zentraler Knotenpunkt für mehr als 250 Benutzer.

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„Wissen, was verbraucht wird“

„Wissen, was verbraucht wird“

eine Energiemanagement Fallstudie am Beispiel des Klärwerks Kitzingen

Sind Kläranlagen kommunale Energieschleudern?

Kostenreduktion und CO2-Fußabdruck

Kläranlagen sind im kommunalen Umfeld mit die größten Energieverbraucher. Eine Kläranlage auf Energieeffizienz zu trimmen ist eine recht komplexe Angelegenheit, die eine ganzheitliche Betrachtungsweise voraussetzt. Warum ist das so? Kläranlagen sind heterogene Gesamtsysteme aus verschiedenen Prozessen, Maschinen und Anlagen. Getrieben durch dynamische Parameter, wie Zulaufmengen, behördliche Auflagen und neuen technologischen Möglichkeiten findet auf Kläranlagen ein stetiger Modernisierungsprozess statt. Neben der zunehmenden Automatisierung, der Optimierung der Reinigungsleistung steht hierbei der energieeffiziente Betrieb und damit die Kostenreduktion bzw. der CO2-Fußabdruck der Anlage im Vordergrund.

Einsparpotenzial bestimmen

Wie ist der aktuelle Zustand?

Grundlage für jede Energieeinsparmaßnahme ist die Kenntnis über den derzeitigen Zustand – der energetischen Ausgangslage – der Anlage. Dafür nötig sind Daten und Erfahrungswerte. Im Falle des Klärwerks Kitzingen war eine breite Datenbasis bereits in der FlowChief Leittechnik vorhanden. Dieser Unterbau hat zudem den Vorteil, dass beliebige Datenquellen angezapft werden können. Neben Messgeräten, Sensoren und Labordaten können so auch Daten von Drittsystemen, Energieversorgern (MSCONS) oder Wetterdiensten ohne Verluste erfasst werden.

Wie sind hier die Erfahrungswerte auf anderen Anlagen? Leitsysteme, Datenbanken (Historian) und Betriebstagebücher sind oftmals bereits vorhanden. Diese Systeme verfügen erfahrungsgemäß nicht über die Möglichkeit eine Energiemanagement in guter Qualität umzusetzen. Das liegt vor allem auch daran, dass ein Energiemanagementlösung wie der Name schon sagt, ein kontinuierlicher, niemals abgeschlossener Prozess ist. Die Parametrierung muss also einfach sein. e-Gem ist eine herstelleroffene Energiemanagement Lösung, die modular mit einer FlowChief Leittechnik oder alternativ als Stand-Alone Lösung mit den bestehenden Lösungen harmoniert. Der Datenaustausch mit Bestandssystemen ist durch Schnittstellen wie OPC UA, MQTT, REST oder auch Dateischnittstellen sehr einfach möglich.

Abbildung 1 Betriebsleiter Jürgen Orth (l.) und FlowChief Energiemanager Tobias Knoll erläutern die Kennwerte der Anlage über ein Dashboard. (Foto: FlowChief)

Mehr Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung ausnutzen

Mit e-Gem von FlowChief

Das Klärwerk Kitzingen um den Betriebsleiter Jürgen Orth arbeitete bereits seit Jahren an einem möglichst energieautarken Betrieb der Anlage. „Wir haben in vielen Jahren einige Maßnahmen auch ohne Energiemanagementsystem umgesetzt,“ so Jürgen Orth, „nur stießen wir hier immer mehr an unsere Grenzen. Es geht oftmals nicht nur um den absoluten Verbrauch von Aggregaten. Ab einer bestimmten Qualität müssen verschiedene Einflussfaktoren berücksichtigt werden, um wirklich zu wissen, wie effizient die Anlage läuft.“

So wurde der Entschluss gefasst mit Unterstützung der Firma FlowChief ein softwaregestütztes Energiemanagement umzusetzen und so weiter an der Optimierung der Anlagen zu arbeiten. Die Software ist nach den aktuellen Anforderungen der ISO 50001:2018 zertifiziert und deckt sich so mit den Anforderungen der Kitzinger Anlage. Die Projektumsetzung durch Spezialisten von FlowChief hat zudem wenig eigene personelle Ressourcen des Klärwerks gebunden.

Abbildung 2 Zählerstruktur im Flussdiagramm mit Verbrauchsmengen, aktueller Einspeiseleistung, Zählerständen und Kosten. Verlustmengen und Schwächen im Messkonzept können so identifiziert werden. Nicht plausible Daten und Grenzwertüberschreitungen werden farblich markiert und können analysiert werden.

Energiebedarf und Abhängigkeiten erfassen

Strukturierung der bestehenden Zähler

Wichtiger erster Schritt zur Optimierung des Energieverbrauchs ist eine Strukturierung der bestehenden Zähler. Das Abbilden der Zählerhierarchie über Beziehungen zwischen den Zählern, zusammen mit bilanziellen Zählpunkten wie Restmengen, Summen oder prozentualen Verteilungen, stellt die Hauptverbraucher heraus und lässt Schwächen in der Datenerfassung bzw. Verluste im System erkennen. Bereits durch diesen ersten Schritt konnten am Klärwerk Kitzingen Lücken im Messkonzept aufgespürt werden. Mit dem Schließen dieser Lücken werden zukünftig sämtliche Energieflüsse auf der Anlage transparent. In Abbildung 2 ist die Zählerstruktur am Beispiel Strom aufgezeigt. Entsprechend lässt sich die Struktur auch für Wasser-, Wärme- oder auch Schlammmengen bilden.

Kernaspekt der ISO 50001 ist die Identifizierung der Hauptverbraucher (SEU: Significant Energy Users). Ohne eine durchgängige Zählerstruktur ist die Ermittlung und Überwachung dieser Hauptverbraucher nicht möglich. Erst ein Verknüpfen der Zähler macht deutlich, wo diese energieintensiven Prozesse liegen. Eine anschauliche Darstellung, welche die Zählerstruktur mit den Mengen zusammenführt, ist das Sankey-Diagramm, welches in e-Gem für online und Archivwerte genutzt werden kann.

Abbildung 3 Identifizierung der Strom SEUs (Significant Energy Use) mit dem Sankey-Diagramm

Einfache Leistungsvergleiche

Welche Kennzahlen sind wichtig?

Hauptziel bei der Einführung eines Energiemanagement ist die Verbesserung der Energieeffizienz. Um die Maßnahmen zur energetischen Optimierung zu bewerten sind die absoluten Verbräuche von Aggregaten und Anlagenteilen nur bedingt aussagekräftig. Starkregenereignisse, Trockenperioden, Kofermente sind dynamische Parameter mit direktem Einfluss auf die Prozesse innerhalb des Klärwerks. Besonders die komplexen biologischen und verfahrenstechnischen Zusammenhänge auf Kläranlagen erfordern die Berücksichtigung dieser Parameterwerte bei der Bewertung der Energieeffizienz. Einen Ansatz hierzu liefert das Arbeitsblatt A216 der DWA. Die hier vorgeschlagenen Kennzahlen lassen sich mit Standard-Funktionen von e-Gem darstellen und ermöglichen so ein belastbares Benchmarking unter Berücksichtigung der verschiedenen Anlagenzustände und Einflusswerte. Vergleichbar werden die Kennzahlen durch Bezug auf den Einwohnerwert (EW-Wert). Dieser Wert bildet sich aus dem Zufluss zur Anlage und dem chemischen Sauerstoffbedarf (CSB-Konzentration). An dieser Stelle kommt auch in Kitzingen der Vorteil der Kombination mit dem Leitsystem zum Tragen. Der Zufluss zur Anlage liegt im Leitsystem bereits, als automatisiert erfasste Datenreihe vor. Um aus diesen Mengen den EW-Wert zu ermitteln, müssen die CSB-Messungen, welche als 24-h Labormessungen vorliegen, mit den Zuflussmengen verrechnet werden. Dafür war in der Vergangenheit noch ein nachgeschaltetes Excel-Tool nötig. Die Abbildung der Funktion in e-Gem erspart den Mitarbeitern Zwischenschritte, die Zeit in Anspruch nahmen und zusätzliche Fehlerquellen darstellten.

Das DWA A-216 liefert einen guten Ansatz, um die Energieeffizienz der eigenen Anlage einzuordnen. Eine tiefergehende Analyse auf Teilprozess- oder Aggregatsebene erfordert jedoch Werkzeuge, um relevante Einflussfaktoren zu ermitteln und dann unter Berücksichtigung dieser Einflussfaktoren die Entwicklung der Energieeffizienz zu bewerten und im laufenden Betrieb zu überwachen.

Über x/y Korrelationen, wie in Abbildung 4, lassen sich Zusammenhänge zwischen verschiedenen Werten im laufenden Betrieb im Dashboard darstellen. Abweichungen vom Regelbetrieb können so einfach erkannt werden. Im Beispiel wird der Verbrauch der Aggregate über der Fördermenge des Einlaufhebewerks aufgetragen. Der Anlagenbetreiber spart sich damit die Zeit mehrere Messreihen nebeneinander zu legen und sieht auf Anhieb, ob ein Eingreifen nötig ist. Für tiefergehende Analysen, die grafisch nicht mehr darstellbar sind, steht auch ein Tool zur Regressionsanalyse zur Verfügung. Damit können die Einflüsse mehrerer Faktoren auf den Energieverbrauch ermittelt und bewertet werden.

Damit erfüllt die Software einen weiteren zentralen Punkt der ISO 50.001. Die Ermittlung und Berechnung von Energieleistungskennzahlen mit mehrere Einflussfaktoren sind Bestandteil der ergänzenden Richtlinie ISO 50.006.

Abbildung 4 Ausreißer im Stromverbrauch des Einlaufhebewerks können sehr einfach über eine X/Y Korrelation erkannt werden.

Grafischen Aufarbeitung der Daten

Das Dashboard

Entscheidend für den Erfolg des Energiemanagements ist es, Informationen in der richtigen Form an die richtigen Stellen zu visualisieren. Mit einem flexiblen Berichtswesen und individuell konfigurierbarer Dashboards bietet e-Gem mächtige Werkzeuge, die intuitiv und einfach konfiguriert werden können. Besonders die Dashboards bieten auf Kläranlagen den Mehrwert komplexe Zusammenhänge zwischen einzelnen energierelevanten Prozessgrößen anschaulich darzustellen. Besonders beim meist größten Einzelverbraucher der Kläranlage, der Belebung, müssen verschiedene Prozessgrößen in Kombination betrachtet werden. Erst dadurch ist es möglich zu bewerten, ob der maximale Drucksollwert berechtigt war, oder ob eine Nachjustierung in der Steuerung der Belebungsgebläse nötig ist.

Abbildung 5 Ausreißer im Drucksollwert! Visualisiert mit einer Heatmap – Jürgen Orth bei der Ursachenforschung in der Gebläsestation.

Mit e-Gem ist es möglich jeden Prozess, jedes Aggregat und jede Teilanlage zu monitoren und auf Energieeffizienz zu überwachen. Kennwerte wie Pumpenarbeitspunkte, Wirkungsgrade, BHKW Auslastungen oder Lastspitzen können in Echtzeit visualisiert werden. Berechtigte Mitarbeiter des Klärwerks sind jederzeit im Stande sich individuelle Dashboards zu diesen Zusammenhängen zu erstellen.

Ein Umsetzungsbeispiel für die Wärmeerzeugung und den BHKW Betrieb: Wärme fällt in Kläranlagen oft als Abfallprodukt an. Mit e-Gem wird im Klärwerk Kitzingen dargestellt welcher Anteil der Wärme aktuell über die Notkühler vernichtet werden muss und wann in der Vergangenheit besonders hohe Wärmevernichtungsgrade zu beobachten waren. Diese Daten sind elementar für mögliche zukünftige Projekte wie z.B. die Trocknung von Klärschlamm.

Abbildung 6 Wärmevernichtungsgrad – Aktuell, und im Zeitlichen Verlauf pro Blockheizkraftwerk.
Abbildung 7 Monitoring des thermischen und elektrischen Wirkungsgrads der Blockheizkraftwerke auf Knopfdruck. Die Effizienz des BHKW Betriebs kann so gut überwacht werden.

„Wir werden spätestens 2023 ein neues, gut regelbares BHKW als zusätzlichen Energieerzeuger im Klärwerk einbinden. Im Moment erarbeitet ein Ingenieurbüro dafür ein Energiekonzept. e-Gem ist für uns eine wertvolle Datenbasis für diese Dimensionieren.“

Eines steht bereits fest: Mit dieser Investition wird für das Klärwerk Kitzingen der energieautarke Betrieb in greifbare Nähe rücken.

„Der A216 Energiecheck der DWA kann mit e-Gem detailliert umgesetzt werden.“

Was kann im Zuge der Einführung eines Energiemanagementsystems mit der Kommunalrichtlinie gefördert werden?

Lizenzkosten für Software (zuwendungsfähige Ausgaben bis max. 20.000 €)

  • Erweiterung Energiemanagement ihrer bestehenden FlowChief Leittechnik
  • Erweiterung einer bestehenden Energiemanagement-Lösung
  • Energiemanagement Lösung parallel (und autark) zu Ihrer bestehenden Leittechnik

Messtechnik (zuwendungsfähige Ausgaben bis max. 50.000 €)

  • Einbau von Universalmessgeräten
  • Einbindung in Leittechnik und Energiemanagement

Externe Dienstleistungen

  • Energiemanagementberatung durch FlowChief oder FlowChief Partner
  • Integration, Engineering oder Erweiterung durch FlowChief oder FlowChief Partner
  • Schulung des Personals

Erstzertifizierung des EMS nach einem anerkannten Zertifizierungssystem

Personalausgaben für zusätzlich geschaffene Stellen

Auch investive Maßnahmen, die Sie im Zuge Ihres Energie-, Umwelt- oder Ressourcenmanagements umsetzen sind förderfähig. Hier einige Beispiele:

  • Der Einbau energieeffizienter Motoren und Pumpen inkl. der nötigen EMSR Technik
  • Optimierung der Energieeffizienz durch dynamische Steuerung von Pumpen
  • Maßnahmen zur Reduktion von Wasserverlusten (Fallstudie beachten: Das Frankfurter Wassernetz wird digital)

Die Förderfähigkeit von Maßnahmen und Komponenten ist sehr transparent in der Richtlinie beschrieben: Kommunalrichtlinie